Das Darmstädter TUSCH Modell


TUSCH ist ein Kooperationsmodell, das Partnerschaften zwischen Theater und Schulen anstiften und begleiten will. Die geplante Arbeit hat drei Ausrichtungen:

  • Schulen erschließen neue Wege der Persönlichkeitsentwicklung für ihre SchülerInnen – Kinder und Jugendliche werden an die Kunst des Theatersehens und des Theaterspielens herangeführt.
  • Theater erschließen ein neues Publikum für die Teilhabe am kulturellen Leben der Stadt – Schwellenängste werden abgebaut.
  • Die in der Stadt vorhandenen Energien werden im Kooperationsmodell gebündelt und somit der Kulturelle Reichtum der Stadt durch diese Arbeit noch stärker ins Licht gebracht.

Die Beschäftigung mit Kultur, das Selbermachen von Kultur, kurz kulturelle Bildung – und Theatermachen und – spielen ist ein wesentlicher Bestandteil kulturelle Bildung – schafft taugliche Werkzeuge für eine verantwortungsvolle und kreative Gestaltung unserer Zukunft. Studien haben gezeigt, dass die Angebote Kultureller Bildung Schlüsselkompetenzen besonders gut erworben und gefestigt werden. Zu diesem Schlüsselkompetenzen gehören: Kreatives Denken, Improvisationsvermögen, Ausdrucksfähigkeit, soziale und emotionale Kompetenz, Toleranz, Selbstorganisation, Ausdauer und auch die Fähigkeit, Initiative zu ergreifen. Kulturelle Bildung ist mehr als Wissen und Fähigkeiten: sie ist Persönlichkeitsbildung. Kulturelle Bildung öffnet neue Welten. Wer aktiv am kulturellen Leben teilnimmt, ist auch im gesellschaftlichen Leben „mittendrin“. Kreative Projekte  ermöglichen die Erfahrung, mitreden zu können. Dies gilt in besonderem Maße für Kinder und Jugendliche.

Inklusives TUSCHprojekt (Foto: Theaterlabor INC)

Inklusives TUSCHprojekt (Foto: Theaterlabor INC)


Das Projekt fördert und fordert die persönliche Entwicklung und insbesondere folgende soziale Kompetenzen:

  • Identität, Selbstvertrauen, Selbstachtung und Eigenständigkeit
  • Gestaltungsfähigkeit
  • soziale und kreative Kompetenzen
  • Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit
  • Frustrationstoleranz und Ausdauer
  • ganzheitliche Wahrnehmungsfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit
  • Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist

TUSCH wird von dem Verein Freie Szene e. V. dem Zusammenschluss Darmstädter freischaffender Theater 2011 ins Leben gerufen. Die Fachbereichsleitung für kulturelle Bildung im Schulamt begleitet den Prozess. Die Gelder werden ausschließlich von Stiftungen generiert.

Die Bürgerstiftung Darmstadt fördert dieses Projekt mit 2.000 EUR.


TUSCH 2014 (Foto: Barbara Aumüller)

(Foto: Barbara Aumüller)

TUSCH 2014 (Foto: Barbara Aumüller)

(Foto: Barbara Aumüller)

TUSCH 2014 (Foto: Barbara Aumüller)

(Foto: Barbara Aumüller)


 

Schule geht auf Theater zu – Theater geht auf Schule zu!

Im zweiten TUSCH Zyklus ( 2014-2016) kooperieren folgende Gruppen: Theater Transit, Theater die Stromer, Theatermacher e.V., Theater Lakritz ,Theaterlabor und dem Staatstheater Darmstadt mit jeweils festen Schulpartnerschaften nach dem bereits erfolgreich funktionierendem Modell TUSCH – Theater und Schule in: Berlin,Hamburg, Frankfurt/Main, München, Stuttgart und in Darmstadt !

TUSCH wird von dem Verein Freie Szene e.V* dem Zusammenschluss Darmstädter f reischaffender Theater 2011 ins Leben gerufen.Die Fachbereichsleitung für kulturelle Bildung im Schulamt begleitet den Prozess.

7 Theater und 7 Schulen bilden nach einer öffentlichen Ausschreibung Tandems welche über zwei Jahre zusammenarbeiten.Bei der Auswahl der Schulen ist ein Querschnitt der Darmstädter Schullandschaft angestrebt und erreicht ! Von der Grundschule bis zur Theater AG der Wichernschule ( Schule für Menschen Mit Behinderung) sind alle Schulformen vertreten.

Besonders ist am Darmstädter TUSCH Modell, dass hier mit der Kombination von Heilerziehungspflegern der AES Darmstadt und der Theater AG der Wichernschule die erste inklusive TUSCH Partnerschaft bundesweit mit dem Theaterlabor INC realisiert wird.

Den Startpunkt bilden IMPULSVORSTELLUNGEN . Die beteiligten Schulen lernen die Handschrift der beteiligten Theater kennen indem sie mit ganzen Jahrgängen ausgewählte Vorstellungen besuchen. In einem Begleitprogramm lernen sich die Akteure untereinander kennen.

In der Halbzeit wird beim TUSCH Zwischenstop in 7 Workshops miteinander altersübergreifend gearbeitet. Die Ergebnisse werden allen Teilnehmern auf der Bühnepräsentiert. Für die Lehrkräfte wird ein extra Workshop als eine Form der Fortbildung angeboten.

Beim TUSCH Spektakel werden an drei Orten sieben Veranstaltungen gezeigt: in denKammerspielen des Staatstheaters, im Theater Moller Haus und in der ELO. Auch hier wird auf die Zusammenführung möglichst unterschiedlicher Schulformen geachtet.

In einer gemeinsamen Evaluation von Künstler/Innen und Lehrer/Innen wird der Startpunkt für die zweite Projektphase erarbeitet.