Die Streuobstwiese und der Apfelbaum


Am 18.10. (und 19.10.) besuchten die Klassen 2 a, b und c der Wilhelm-Hauff-Schule die Eberstädter Streuobstwiesen. Die begleitende Lehrerin Sylvia Hütter hat der Bürgerstiftung, als Unterstützer dieses Projekts, einen Erfahrungsbericht zukommen lassen:

Zunächst wurde erfragt, was die Kinder schon über Äpfel und Apfelbäume wissen und ein kleiner Überblick über die Bedeutung und die Arbeit auf der Streuobstwiese gegeben. Danach liefen wir über die Wiese bergauf zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Wir kamen an vielen fast leeren Apfelbäumen vorbei, an morschen Baumstümpfen und Insekten, die sich von den Äpfeln Saft holten. Ein in der Mitte gespaltener, halb toter, halb lebendiger Baum faszinierte die Kinder besonders und wir machten ein Klassenfoto. Danach ging es ans Äpfel sammeln: Fünf große Eimer sollten voll werden! Aufgrund des langen, trockenen Sommers gab es weniger Äpfel und wir mussten an vielen Stellen nach Äpfeln suchen, um genügend für den Apfelsaft zu haben. Frau Wagner erklärte den Kindern hierbei, wie ein Apfel aussehen muss, den man noch verwenden kann: Kleine angeschlagene oder faulige Stellen kann man ausschneiden und dann auf den Kompost geben. Dies war für viele Kinder neu, bei denen nur etwas angeschlagenem Obst oft im Mülleimer landet.


Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)


Die Kinder trugen die vollen Eimer zum Waschtrog. Dort wurden die Äpfel gewaschen und von den Erwachsenen ausgeschnitten. Daneben stand eine Maschine zum Kurbeln, mit der die Äpfel kleingeraspelt wurden. Dafür brauchte es viel Kraft! Die Kinder haben sich in zwei Gruppen mit dem Waschen und Raspeln der Äpfel abgewechselt. Ein Räucherstäbchen hielt die Wespen etwas in Schach. Wir erfuhren, dass ein Apfel, der schnell braun wird, viel Vitamin C enthält und dies bei vielen im Einkaufsmarkt nicht so sein soll, weil es sich nicht so gut verkauft. Außerdem gab es viele Apfelsorten zum Probieren, die es so nicht zu kaufen gibt. Das fanden die Kinder super und erlebten Vielfalt hautnah.

Die geraspelten Äpfel kamen in die Keltermaschine und wir versammelten uns im Kreis darum. Frau Wagner erklärte, dass nun jeder einmal an der Maschine kurbeln durfte. Unten lief der gekelterte Apfelsaft in einen Eimer. Nachdem der ganze Saft ausgepresst war, wurden noch dir Wespen mit einem Sieb entfernt und jedes Kind bekam einen halben Liter Apfelsaft zum Mitnehmen. Jeder durfte vor Ort einen kleinen Schluck probieren. So lecker!

Nun erläuterte Frau Wagner noch einiges Wissenswertes über die Pflege der Streuobstwiese, die hergestellten Produkte und deren Verkauf, sowie über das Leben eines Apfelbaumes. Den Kindern wurde auch die Vernetzung des Lebensraumes Streuobstwiese nähergebracht. Danach ging es zurück zur Schule. Wir mussten den Kindern das Versprechen geben, für ein weiteres Projekt im neuen Jahr erneut zur Streuobstwiese zu kommen. Dies bietet die Gelegenheit, das bisher erworbene Wissen nachhaltig verankern und zu erweitern.


Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)

Die Streuobstwiese und der Apfelbaum (Foto: Sylvia Hütter)